Umweltschule

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Umweltschule Heinrich-von-Kleist – Das Zertifikat Umweltschule

“Umweltschule – Lernen und Handeln für unsere Zukunft” ist eine Auszeichnung, die vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Kooperation mit dem Hessischen Kultusministerium für das besondere Engagement einer Schule im Bereich Umwelterziehung und ökologische Bildung vergeben wird. Gewürdigt wird die Verbesserung der Qualität von Unterricht und Schulleben im Sinne der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung. Ziel ist es, Strukturen im Schulalltag aufzubauen, die das Engagement durch die Projekte auch langfristig steuern und stützen können. Dazu gehört auch die Integration der Vorhaben in Unterricht und Schulcurriculum sowie in Schulleben und Schulkultur. Durch eine wiederholte Beteiligung kann eine Schule Schritt für Schritt ihre Qualität im Sinne des Nachhaltigkeitsgedankens verbessern. Für die Auszeichnung als Umweltschule, die alle zwei Jahre stattfindet, müssen bestimmte Kriterien erfüllt werden. In zwei Handlungsbereichen sollen nachweislich Themen bearbeitet werden, die mit Umwelt und Nachhaltigkeit zu tun haben. An unserer Schule decken wir gleich mehrere Handlungsbereiche ab:

Schulgarten und Schulgelände

Der Schulgarten ist ein ehem. Schrebergarten in unmittelbarer Nähe der Schule. Das eingezäunte Gelände ist 1300qm groß. Dort befinden sich ein Obstbaumbereich, Beete, ein Geräteschuppen, eine größere Hütte und eine Grillmöglichkeit.

Die Schulgartenarbeit wird in erster Linie von der Schulgarten-AG praktiziert, in der SchülerInnen von der 5.-7. Klasse teilnehmen. Neben der Anlage und Pflege der Beete stehen Naturbeobachtungen und Experimente im Freien im Vordergrund.

Es wird ein Projekt „Schulgarten-Lernen im Grünen“ in der jährlich stattfindenden Projekt- bzw. Aktionswoche angeboten. Geplant ist es, ein grünes Klassenzimmer einzurichten.

Der Blühstreifen am Dörnweg sieht nicht nur schon aus, sondern hilft auch die Artenvielfalt (Biodiversität) auf dem Schulgelände zu erhöhen. Viele Insekten und vor allem Bienen profitieren davon, dass ein Teil der Rasenfläche nicht kurz gemäht ist, sondern einige Pflanzen blühen können. Das ist umso bedeutender, wenn man bedenkt, dass in den letzten 30 Jahren die Artenvielfalt von Insekten um 80% zurückgegangen ist. Das wirkt sich auch auf Vogelarten aus, die nicht mehr genug Nahrung finden.

Mit Unterstützung der Stadt Eschborn konnte dieses Projekt an unserer Umweltschule umgesetzt werden.

Wald und Waldpädagogik

„Waldtag“: Die Fachschaft Biologie hat einen Aktionstag zum Thema Wald ausgearbeitet, der dieses Jahr zum zweiten Mal für die Klassen 5-7 in der Aktionswoche im Arboretum Eschborn durchgeführt wird. Im Fokus stehen fächerübergreifende Stationen, die das Thema Wald den Schülern handlungsorientiert näher bringen sollen. Die Aktionswoche und damit der Waldtag finden alle zwei Jahre statt.

Klimaschutz und Mobilität

Die Heinrich-von-Kleist-Schule war Mitglied im (ehemaligen) Netzwerk „100 Schulen für den Klimaschutz“. Eine AG aus engagierten SchülerInnen erarbeitete ein Konzept zur Energieeinsparung im Schulalltag.

Die HvK nimmt seit 2015 regelmäßig an der Aktion „Stadtradeln“ (www.stadtradeln.de) des Klimabündnis teil. Sie stellt einige Klassenteams, die tatkräftig Fahrradkilometer sammeln und trägt damit zum Bewusstsein für nachhaltigen Verkehr bei. In einem Zeitraum von drei Wochen werden Kilometer gezählt, die umweltfreundlich mit dem Fahrrad zurückgelegt wurde. Jedes Jahr beteiligen sich durchschnittlich 250 Schüler und zusätzlich ein Lehrerteam das koninuierlich wächst. Freundlicherweise unterstützt die Stadt Eschborn die drei Gewinnerklassen mit Geldpreisen für die Klassenkasse.


Abfallvermeidung / Recycling

Seit einer Kunstaktion vor einigen Jahren hängt in der Aula ein Kunstwerk, das an die übermäßige Verschmutzung der Meere durch Plastikmüll aufmerksam machen soll. Mit einem externen Künstler und einer Kollegin zusammen gestalteten Schülerinnen und Schüler einen aus Draht gebauten Fisch, der mit einer Menge Plastikmüll gefüllt ist. Dadurch kann der Zusammenhang zwischen dem von uns produzierten Plastikmüll und dem Ökosystem Meer gut veranschaulicht werden.

Fairer Handel: Presseartikel vom 15.2.2018

Seit Februar 2018 trägt die HvK als erste Schule im Main-Taunus-Kreis das Zertifikat „Fair Trade School“. Das Engagement umfasst die jährlich stattfindende Ausstellung in der „Fairen Woche“ zu Themen wie Kaffeeanbau, Textilherstellung und fair gehandelte Produkte und wird von vielen Klassen besucht. Personell unterstützt wird sie vom Eine-Welt-Kreis aus Niederhöchstadt, dadurch ist eine qualitativ hochwertige Betreuung der Schülerinnen und Schüler gewährleistet. Zusätzlich gibt es die Nikolaus-Verkaufsaktion, die von der SV organisiert wird bei der natürlich fair gehandelte Schoko-Nikoläuse angeboten werden. Unsere Schulkleidung ist zum Teil Fair Trade.

Im Frühjahr konnten sieben Schüler und Schülerinnen an der Schülerakademie der Fair Trade Schools teilnehmen, die in Frankfurt im Haus am Dom stattfand.

Auch hier findet eine enge Kooperation mit der Stadt Eschborn („Fair Trade Town“) statt sowie mit dem Fair Trade Kreis MTK.

Ein Austausch mit einer Schule im westafrikanischen Benin ist 2016 als ein ENSA-Projekt (Entwicklungspolitische Schulaustauschprogramm der ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit) gestartet und durchgeführt worden. Ein Sondierungsbesuch von drei KollegInnen und drei Schülern fand bereits im Januar 2017 statt, als Gegenbesuch konnten wir 12 SchülerInnen und drei LehrerInnen aus Benin im Juni 2017 an unserer Schule besuchen. Ein Besuch von deutschen Schülergruppe ist für das nächste Jahr geplant.

Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Verein „Kooperation mit Benin e.V.“ http://grandpopo.de/index.html , der sich den Aufbau von Bildungsprojekten in Benin verschrieben hat.

Die Auseinandersetzung mit SchülerInnen aus dem Entwicklungsland Benin führt dazu, über Ungerechtigkeiten in der Welt zu reflektieren und das eigene (Konsum-) verhalten in Frage zu stellen. Dies ist auch ein Projekt zum Handlungsbereich Fairer Handel.